2014

Ingrid Jaradat-Gassner am 11. März 2014 in Berlin

Zwanzig Jahre Bemühungen um eine Lösung des Nahostkonflikts – doch wer vertritt die Palästinser_innen? (Audio)

Im September 1993 wurde von der PLO und Israel die Osloer Prinzipienerklärung unterzeichnet. Dieses Rahmenabkommen wurde von weiten Teilen der palästinensischen Bevölkerung und anderen als erster Schritt zur Beendigung der israelischen Besatzung wahrgenommen. Übersehen wird, dass die Osloer Prinzipienerklärung nur als Interimsabkommen gedacht war, das nach fünf Jahren,  also 1998, durch ein permanentes Friedensabkommen zwischen der PLO und Israel hätte ersetzt werden sollen. Zwanzig Jahre später ist jedoch weder die israelische Besatzung beendet noch ist im Nahostkonflikt,  auch nicht ansatzweise, eine Lösung in Sicht. Daran haben zahlreiche weitere Bemühungen – die Saudische Initiative, die Genfer Initiative, die Roadmap, um nur einige zu nennen – nichts geändert.

Seit Juli 2013 sind wieder Gespräche anberaumt, diesmal zwischen der israelischen Regierung, der Palästinensischen  Autonomiebehörde (PA) und den USA. Es ist zu befürchten, dass bei diesen Gesprächen die meisten Palästinenser_innen außen vorgelassen, wenn nicht gar negiert werden – die PA, gegenwärtig ohne Legitimation – spricht weder für die palästinensischen Flüchtlinge weltweit noch für die Palästinenser_innen mit israelischer Staatsangehörigkeit.

Die Frage drängt sich auf, dass vor allem die palästinensischen Flüchtlinge eher als Verhandlungsmasse denn als Menschen mit dem in der UN Resolution 194 verbrieften Recht auf Rückkehr in ihre Heimat ge- und behandelt werden.

Eine Antwort auf diese Frage erhoffen wir von Ingrid Jaradat-Gassner aus Beit Jala, Bethlehem, Mitbegründerin  von BADIL, Resource Center for Palestinian Residency and Refugee Rights, die international einen ausgezeichneten Ruf als Kennerin dieser Materie gilt.

Ein Veranstaltung des …